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Rock-Ola Concerto Drucken E-Mail

Im letzten Winter ersteigerte ich bei Ebay eine Rock-Ola Musikbox vom Typ Concerto Baujahr 1967.

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Sie war sehr runtergekommen, funktionierte nicht und war als Bastelware ausgeschrieben. Eine preiswerte Arbeitsgrundlage für die langen Winterabende. Sie besitzt kein sichtbares Laufwerk und sollte eben  auf ein solches sichtbares Laufwerk umgebaut werden.

 

 

 

 

 

 

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 Dazu musste die gesamte Platteneinheit ausgebaut werden, anschießend wurde diese gesäubert und die Mechanik überprüft, letztendlich waren die Zahnräder gegeneinander verdreht und mußten wieder in ihre logische Ablaufreihenfolge gebracht werden. Zerlegen und Säubern der einzelnen Komponenten folgte anschließend. Probleme machten beide Motoren, da sie nach kurzer Laufzeit zu qualmen begannen. Nach einfachen Ausbau und Abnehmen des Schutzdeckels konnte man den Fehler schnell erkennen, die Anschlüsse der Kohlen hingen jeweils nur noch an Drahtüberresten und wurden deshalb wieder vollständig angelötet und darüberhinaus  wurden die Kollektoren gesäubert.

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Die gesamte Elektrik ist durch verschiedene Steckersysteme vor falschen Gebrauch geschützt, trotzdem sollten sicherheitshalber Skizzen vor einem Ausbau angefertigt werden

Tipp: für eine Überprüfung der gesamten Ablaufmechanik nahm ich als Spannungsquelle den 18 Volt Accu meiner Bohrmaschine und polte entsprechend um für den Vorwärts- bzw. Rückwärtslauf, dafür benötigte ich also nicht den Transformator der Box.

Insgesamt stellte,  dank der überschaubaren Technik von früher, die Mechaniküberarbeitung keine unüberwindbaren Probleme dar. Als neues Ersatzteil kam eine Astatic -15D/43 Keramiknadel für 16,70 Euro zum Einsatz.

 

 

 

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Der Röhrenverstärker benötigte etwas mehr Einsatz, zuerst habe ich für den reinen Arbeitseinsatz mit einem normalen externen Verstärker gearbeitet, der direkt an die Plattennadel angeschlossen wurde. Bei möglicherweise unlösbaren Probleme mit dem alten Röhrenverstärker wäre dieses Provisorium endgültig geblieben.

Letztendlich mußten nur einige Lötstellen nachgearbeitet werden, darüberhinaus habe ich alle Röhren ( Conrad-Elektronik ) bis auf die beiden Verstärkerröhren 6CY7 ( werden aber auch noch ersetzt ) erneuert, so dass mittlerweile der satte Klang des Röhrenverstärkers genutzt werden kann.

 

Technisch war die Überarbeitung kein Problem.

 

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Für das Ändern der Musikbox in eine mit sichtbaren Laufwerk, setzte ich das Laufwerk bis an den oberen Rand der Box, dabei schraubte ich die 4 an der Box montierten Befestigungen um 45 cm nach oben, so dass der Plattenteller auf der Ebenen der oberen Glasplatte zu liegen kam, die Glasplatte kommt nicht mehr auf die Maschine, stattdessen wurden beide Seiten der Box mit dem Chromgestell eines alten Stuhles erhöht. Dieses Gestell ist mit der Rückseite der Box über zwei Scharniere veschraubt worden, so dass ein Öffnen des Aufbaus nach hinten möglich wird. Dieses Chromgestell wird noch mit einer dünnen ( 0,4 ) Plastikscheibe bestückt ( Baumarkt).

 

 

 

 

rockola8.jpgDer Röhrenverstärker wurde dabei einfach von oben nach unten verlegt, alle Verbindungen konnten unbearbeitet weiter benutzt werden.

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Zum Aufhübschen verpasste ich der Front noch einen selbstentworfenen Holzaufsatz, in dem die Rock-Ola Krone sich wiederfindet, entsprechend wurden die Seitenteile aus Holz kreiert. Die Rock-Ola Frontscheibenleiste war zersprungen, so dass ich ein Holz mit einer Aussparung für den restlichen intakten Teil einsetzte, das originale Teil mit dem Schriftzug Concerto wäre mir natürlich lieber gewesen.

Ein paar Lichteffekte ( Led-Lichtband mit ferngesteuerte Ansteuerung für wechselnde Lichteffekte )und eine innere Rückwand aus Chromblech runden das ganze discomäßig ab.

Natürlich sind auch andere Varianten umsetzbar.

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vorher                                                                              nachherrockori2.jpgrockola5.jpg

 

 

 

 

 

 

 

 

Es fehlt der Plattenkennzeichner, was mich aber nicht stört, da ich normalerweise einfach einige Platten anwähle und abspielen lasse.

Natürlich läßt sich die Platteneinheit auch noch weiter nach oben verschieben, dazu müssen aber die Befestigungen verlängert werden, da die vorderen nicht mehr direkt an die Box montiert werden können.

Gutes Gelingen.

Anschluß eines externen Abspielers:

Für eine Feier sollte die Musikbox auch aktuelle Musik abspielen, doch gibt es kaum Platten aus neuerer Zeit, daher schloß ich einen einfachen MP3-Player über seinen Kopfhörerausgang an den Verstärker der Musikbox an. Dabei soll folgender Anschlußplan helfen:

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Der MP3-Player wird dann auf Zufallsauswahl gestellt. Beim ersten Mal sollten sowohl  Player als auch der Verstärker der Musikbox auf leise gestellt werden, dann wird der Lautstärkeregler des Players auf eine mittlere Lautstärke eingestellt und der Musikboxverstärker nachgeregelt. Der Player sollte nicht auf volle Lautstärke eingestellt werden, so dass die Lautstärke hauptsächlich über die Box gesteuert wird.

Der Verstärker wird nur durchgeschaltet, solange eine Platte abspielt, das erhöht noch die Originalität, da es scheint, als ob die Musik von der abspielenden Platte kommt.

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